Kofermentationsanlagen/ Abfallvergärungsanlagen
Kofermentationsanlagen (Biogasanlagen mit Kofermentation und Abfallvergärung) vergären überwiegend organische Rest- und Abfallstoffe wie Speisereste, Schlachtabfälle und Rückstände aus der Lebensmittelindustrie. Vor allem bei konstant homogener Qualität (keine Biotonne) und konstanten Mengenströmen ist die Verwertung von organischen Abfällen in Biogasanlagen eine einträgliche Alternative. Denn die biologische Restabfall-Verwertung in Biogasanlagen mit Kofermentation führt zu gesteigerten Energieträgen, bedingt gleichzeitig aber auch eine komplexere Biogasanlagen-Technik.
Da an die Vergärung und Lagerung von Abfällen in Deutschland besondere wasserrechtliche und immissionsrechtliche Bedingungen geknüpft sind, muss je nach Input bspw. eine Hygienisierung bzw. eine höhere Prozesstemperatur gewährleistet sein. ÖKOBiT ist Spezialist für die dezentrale Restabfall-Verwertung von organischen Abfällen in Biogasanlagen. Wie bei allen ÖKOBiT Biogasanlagen wird auch bei den Kofermentationsanlagen das bewährte Durchfluss-Speicherverfahren in mesophiler Nassvergärung verwendet.
Fundierte Betriebs-, Kosten-, Technologie- und Ertragserfahrungen von Kofermentationsanlagen machen uns zu einem wertvollen Partner für die Biogasgewinnung aus Restabfällen. Dabei liefern wir Ihnen von der Beratung über die Planung und Genehmigung, bis zum schlüsselfertigen Anlagenbau inklusive Inbetriebnahme alles aus einer Hand. Gerne steht Ihnen Herr Oliver Hembeck für weitere Fragen unter 06502/93859-60 telefonisch oder schriftlich zur Verfügung.
ÖKOBiT ist Partner für:
- Spitzenstromerzeugung durch Biogasanlagen mit Abfallvergärung
- Biogasaufbereitung
- Biogasnutzung
- Prozesswasserbehandlung
- Substratmanagement
| Welche Reststoffe können in Kofermentationsanlagen vergoren werden: |
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Anlagentechnik
Zur Pufferung von unbedenklichen Flüssigkeiten wie Wasser kann eine Vorgrube verwendet werden. Falls flüssige Abfälle z.B. Fette oder Speiseöle zum Einsatz kommen sollen, werden Stahl- bzw. Edelstahltanks zur Lagerung eingesetzt. Zur Lagerung von Speiseabfällen müssen ebenfalls entsprechende Anlagen errichtet werden. Falls der Einsatz von hygienisch bedenklichen Abfällen geplant ist, muss eine Hygienisierung des Substrats vorgenommen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Substrat mindestens 1 h bei 70°C behandelt wird.
Verfahrenstechnisch wird das bewährte Durchfluss-Speicherverfahren in mesophiler Nassvergärung verwendet. Die Behälter werden alle aus Stahlbeton gefertigt. Dabei handelt es sich um werkseitig vorgefertigte Elemente, die auf der Baustelle zusammengesetzt und verspannt werden (monolithischer Spannbetonbehälter).
Von den Lagerbehältern für bedenkliche Abfälle aus erfolgt die Befüllung der Hygienisierungseinrichtung. Hier werden die betreffenden Abfälle erhitzt und fachgerecht hygienisiert. Unbedenkliche Abfälle können sofort in den Fermenter eingebracht werden. Sofern es sich um pumpfähige Substrate handelt, können sie von einer Vorgrube oder den Lagertanks in den Fermenter gepumpt werden. Handelt es sich um stapelbare Abfälle müssen sie über eine Dosiervorrichtung in den Fermenter eingebracht werden. Alle Befüllvorgänge werden von einer speicherprogrammierbarer Steuerung (SPS) automatisch gesteuert. Ebenfalls automatisch gesteuert sind die Rührintervalle des Schnellläufers (Tauchmotorrührwerk) und des Langsamläufers (Langachsrührwerk) im Fermenter, die für eine ausreichende Homogenisierung des Gärsubstrats sorgen und Sink- und Schwimmschichten verhindern. An die Rührintervalle und Rührwerksauslegung sind andere Anforderungen gestellt, als an Anlagen mit Güllevergärung. Die Temperatur im Fermenter muss mithilfe einer Heizung auf 40°C gehalten werden.
Dieselbe Menge Substrat, die in den Fermenter gefüllt wird, läuft über den freien Überlauf vom Fermenter in den Nachgärer. Dieser dient zur Erhöhung der Energieausbeute aus dem Gärsubstrat. Auch die Gefahr von Kurzschlussströmen (d.h. kürzlich eingebrachtes Substrat gelangt unvergoren in das Gärrestlager) ist durch die Installation eines Nachgärers minimiert.
Homogenisiert wird der Nachgärer mithilfe eines Tauchmotorrührwerks. Die Installation eines Langachsrührwerks ist durch den bereits fortgeschrittenen Abbau der organischen Substanz nicht mehr notwendig. Eine Heizung ist im Nachgärer ebenfalls nicht mehr von Nöten, da das überlaufende Gärsubstrat eine Temperatur von 40°C hat und der Nachgärer, wie auch der Fermenter, vollständig wärmegedämmt ist. Der Nachgärer kann auf Wunsch oder bei Bedarf, z.B. im Zuge einer Anlagenerweiterung, mit zusätzlicher Rührtechnik und einer Heizung nachgerüstet werden.
Ebenso wie das Gärsubstrat über den freien Überlauf vom Fermenter in den Nachgärer fließt, gelangt Gärrest vom Nachgärer in das Gärrestlager. Ein eigenes Tauchmotor-Rührwerk im Gärrestelager sorgt dafür, dass der Gärrest vor dem Ausbringen auf die landwirtschaftlichen Flächen homogenisiert wird.
Die Düngewirkung des Gärrestes liegt über dem der Gülle, da durch den Abbau der organischen Substanz die gebundenen Nährstoffe bereits mineralisiert sind und somit die Pflanzenverfügbarkeit zugenommen hat.
Die technische Ausrüstung von Abfall-Biogasanlagen hängt stark von der Art und Menge der zu vergärenden Substrate ab. Besonders bei großen Anlagen und/oder dem Einsatz mehrstufiger Systeme, z.B. beim Einsatz einer Hydrolyseeinheit, wird acu in größerem Umfang Pumptechnik zur Befüllung und Entleerung der Behälter eingesetzt. Hierzu bieten wir selbstverständlich auch die erforderliche Mess-, Regel- und Steuerungstechnik an.
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